Sonderausstellungen

Gustav Hagemann - Maler, Bildhauer, Lehrer, Feldforscher

Neue Sonderausstellung im Museum Torgau vom 23.08. bis 09.11.2025

Gustav Hagemann (1891-1982) wurde in Engelnstedt bei Salzgitter geboren. Nach einem Studium an der Kunsthochschule Kassel absolvierte er 1913/14 sein Referendariat in Torgau. Nach dem Militärdienst im 1. Weltkrieg und einem Studium der Bildhauerei in München war er 1922 bis 1939 Lehrer für Kunst und Sport am Torgauer Gymnasium. Nach dem Militärdienst im 2. Weltkrieg zog es ihn zurück in die Heimat, wo er bis zu seinem Tod künstlerisch tätig war.

Bekanntheit erlangte Hagemann als expressionistischer „Maler des Nordens“. Ab 1927 reiste er regelmäßig für mehrere Monate nach Skandinavien und verarbeitete seine Eindrücke in farbenprächtigen Bildern. Dort begegneter er auch dem Volk der Sꞻmi, deren Kultur Hagemann erforschte und die ihn lebenslang faszinierte. Die Weite, das Licht, die Natur des Nordens sowie die Kunst der Samen haben ihn darüber hinaus zum Sammeln und forschen angeregt.

Seine Ehefrau Gertrud Hagemann (1891-1989) war ebenfalls künstlerisch tätig, gestaltete v.a. textile Arbeiten und widmete sich der Fotografie.

Die Sonderausstellung mit Leihgaben aus der Sammlung des Enkels Martin Hagemann und dem Museum Schloss Salder, Salzgitter, beleuchtet Hagemanns Wirken als Lehrer in Torgau, zeigt Kunstwerke von Gustav und Gertrud Hagemann sowie Kunst, Kleidung und Alltagsgegenstände der Sꞻmi.